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Videomaterial Putenmast

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Putenmast


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Puten werden, ebenso wie Masthühner, in der sog. Bodenhaltung aufgezogen. Auch sie erblicken das Licht der Welt nicht in einem Nest, sondern in den Brutschränken der Großbrütereien.

In drei Monaten erreichen die Hähne ein Körpergewicht von bis zu 21 kg. Die Hennen werden in zwei Monaten bis zu 13 kg schwer. Wie Hühner haben auch Puten eine Hackordnung. Doch da Masthühner bereits vor der Ausprägung dieser Eigenschaft geschlachtet werden, ist bei ihnen das Kürzen der Oberschnäbel nicht notwendig.

Anders verhält es sich jedoch bei den Puten. Ohne das Kürzen der Schnäbel ist die industrielle Putenmast überhaupt nicht denkbar. Dabei werden die Schnäbel mit heißen Messern abgeschnitten oder einer Laserbehandlung unterzogen, die das Abfallen dieses hochempfindlichen und von Nerven- und Blutbahnen durchzogenen Tastorgans bewirkt.

Wilde Truthühner leben in kleinen Gruppen in Nordamerika. Es handelt sich übrigens um flugfähige Tiere, die weitaus weniger wiegen als ihre industriell gemästeten Artgenossen. Die jedoch leiden unter ihrem hohen Gewicht. Herz-/Kreislauferkrankungen sowie Beischwäche führen zu hohen Verlusten. Zum Ende der Mast können diese schweren Tiere sich kaum noch bewegen. Auch hier stellt sich die Frage, ob es sich bei der Mastpute nicht um eine Qualzucht nach § 11b des Tierschutzgesetzes handelt?

Beim Blick in einen Putenstall sieht man eine unnatürlich große Population dieser riesigen Vögel. Eine solche Anzahl von mehreren Tausend Tieren würde man in der Freiheit nie antreffen. Viel Bewegung ist in einer solchen Population jedoch nicht erkennbar, dafür sorgt allein das unnatürlich hohe Körpergewicht.

Beim genaueren Hinsehen findet man etliche verletzte, blutige Puten. Tiere, die sich nur noch hinkend fortbewegen können... oder eben gar nicht mehr. Tiere, die nicht mehr in der Lage sind, das Gewicht ihrer Flügel zu halten. Riesige Fleischblasen im Brustbereich, die durch das ständige Liegen in den eigenen Exkrementen hervorgerufen werden. Und man sieht tote Puten, die zwischen den lebenden Artgenossen liegen. Eine gesetzliche Regelung zum Halten von Mastputen gibt es in Deutschland bisher nicht.

Alles in allem ist die Putenmast eine ziemlich unappetitliche Angelegenheit. Und nicht zuletzt ist sie Tierquälerei in höchster Vollendung.

Videoprints Putenmast

Verfügbares DV-Videomaterial (Screenshots) zum Thema Putenmast. Es handelt sich um ca. 1,5 Stunden Rohmaterial aus verschiedenen deutschen Betrieben.
totes Mastputenküken Tiertransporter mit Mastputen vor einem Schlachthof in Niedersachsen sterbende Mastpute
Eine Mastpute mit einer sog. Brustblase.  Diese wird duech das ständige Liegen im eigenen Kot hervorgerufen. Putenküken ein heranwachsener Mastputenhahn
Eine Pute mit einer sog. Brustblase.  Diese wird duech das ständige Liegen im eigenen Kot hervorgerufen. Putenküken, wenige Tage alt Brsublase bei einer Mastpute
totes Mastputenküken Mastputen im Stall hier ist der gekürzte Oberschnabel der Mastputen deutlich zu sehen
Sterbende Mastpute. Der gekürzte Oberschnabel ist deutlich zu sehen. Das Tier leidet an der sog. Schwarzkopfkrankheit. Diese Pute wird verdursten, weil sie aus eigener Kraft nicht mehr zur Tränke gelangt.
sterbende Pute sterbende Pute sterbende Pute
Mastpute mit Beinschwäche Mastpute mit Beischwäche Mastputen, etwa 13 Wochen alt


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