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Bereits
im Jahr 1999 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Haltung
von Hühnern in der Legebatterie nicht mit unserer Verfassung zu
vereinbaren sei. Ein Verbot der Legebatterie wurde beschlossen und
soll Anfang 2007 in Kraft treten. Die Eierindustrie und die CDU
versuchen seither, dieses Verbot auszuhebeln. Dabei geht es jedoch
nur um wirtschaftliche Interessen.
Ein deutsches Hochleistungshuhn legt etwa 300 Eier pro Jahr. Freilebende
Hühner wie das Bankivahuhn in Indien, von dem die uns bekannten
wirtschaftlich genutzten Arten abstammen, legen nur so viele Eier
im Jahr, wie sie auch ausbrüten können. In der Enge der Käfige picken
die Hühner sich gegenseitig die Federn aus. Natürliche Verhaltensweisen
wie Sandbaden oder im Boden scharren sind hier unmöglich. Die Eier
rollen auf dem schrägen Gitterboden sofort ab. Doch die Hühner möchten
die Eier ausbrüten. Damit sie nicht versuchen, mit dem Flügel durch
die untere Öffnung im Käfig an das Ei zu gelangen und dieses dabei
beschädigen, spannt man ein Drahtseil, auf dem mehrere Tausend Volt
elektrische Spannung anliegen. Jede Berührung dieses Drahtes ist
äußerst schmerzhaft und kann bei geschwächten oder kranken Tieren
auch zum Tode führen.
In vielen Legebatterien findet man Hähne. Da die Käfiggröße auf
Hennen abgestimmt wurde, ist das Halten von den bedeutend größeren
Hähnen in Legekäfigen nicht zulässig. Trotzdem sperren die Hühnerbarone
sie zu den weiblichen Tieren, weil sich das angeblich positiv auf
das Wohlbefinden und die Legeleistung auswirken soll.
Kaum eine andere Haltungsform ist so bis ins kleinste Detail perfektioniert
und durchorganisiert wie die Haltung von Legehennen in Käfigsystemen.
Bis zu acht Etagen hoch kann eine solche Anlage sein. Förderbänder
bringen den Tieren das Futter, transportieren den Kot ab und befördern
die Eier in die Sammelstelle. Licht, Futter, Wasser - alles automatisch.
Der Mensch als Arbeiter spielt hier nur eine Nebenrolle. Nur die
toten Hühner können nicht maschinell eingesammelt werden. Tatsächlich
ist ein Tierhalter verpflichtet, sich täglich über den Gesundheitszustand
und das Wohlbefinden aller Tiere zu informieren. Dass das in Betrieben
mit bis zu 1,4 Millionen Tiere gar nicht möglich ist, liegt auf
der Hand. Und so findet man in Legekäfigen öfter tote, bereits stark
verweste Hühner, als der Verbraucher es akzeptieren würde. Doch
der läuft bekanntlich nicht in der Legebatterie herum und wird somit
nie von den tierschutzwidrigen Lebensumständen der Hühner und den
hygienischen Defiziten erfahren.
Weitere
Informationen und einen Film zum Thema Legebatterie finden Sie hier.
Videoprints Legebatterie
Verfügbares DV-Videomaterial (Screenshots) zum Thema Legebatterie.
Es handelt sich um mehrere Stunden Rohmaterial aus verschiedenen
Betrieben in ganz Deutschland. |