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Entenmast

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In Deutschland werden hauptsächlich Pekingenten gemästet. Ein Mastzyklus dauert etwa sieben Wochen. In dieser Zeit leben die Tiere in der sogenannten Bodenhaltung, was trotz der wohlklingenden Bezeichnung von artgerechter Tierhaltung weit entfernt ist.



Die Küken schlüpfen in den Brutmaschinen der Großbrütereien. Ihre Eltern bekommen sie nie zu Gesicht. Bereits am ersten Tag werden sie gegen verschiedene Krankheiten geimpft und dann zu den Aufzuchtfarmen transportiert. 7.000 - 10.00 Tiere pro Halle sind keine Seltenheit. In der Natur wäre eine solche Population auf so engem Raum völlig undenkbar.

Enten sind Wasservögel und benötigen Badewasser für die Gefiederpflege und auch zum allgemeinen Wohlbefinden. In der Mast wird ihnen das Wasser vorenthalten. Daher ist ihr Federkleid zum Ende der Mastperiode oft in einem denkbar schlechten Zustand.

Pekingenten sind durch gezielte Zuchtprogramme so manipuliert worden, dass sie in kürzester Zeit möglichst viel Fleisch ansetzen. Das entsprechnde Mastfutter tut sein übriges. Allerdings wachsen die inneren Organe und die Knochen viel langsamer als das begehrte Muskelfleisch. Dieses Defizit führt zu allerlei körperlichen Einschränkungen, wie z.B. Herz-/Kreislauferkrankungen und der Beinschwäche. Enten, die nicht mehr in der Lage sind, aus eigener Kraft zur Tränke zu gelangen, verdursten qualvoll.
Daher sind die Mülleimer vor Entenmast-Farmen immer gut gefüllt.

Der Entenkot wird während der gesamten Mastperiode nicht aus den Ställen entfernt. In einigen Betrieben wird lediglich frisches Stroh in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen auf den alten Kot gestreut. Andere Betriebe verzichten aus wirtschaftlichen Gründen auch auf diese Maßnahme. Durch den ständigen Kontakt mit ihren Exkrementen ergeben sich weitere gesundheitliche und hygienische Probleme. Viele verschiedene Insektenarten fühlen sich in dem Kot besonders wohl.

Neben Pekingenten werden in Deutschland auch Moschusenten (oder Flugenten) gemästet. Allerdings in viel geringerer Anzahl. Die Haltung von Moschusenten ist viel schwieriger. Die Tiere sind untereinander sehr aggressiv, daher werden ihnen die Oberschnäbel mit heißen Messern in einer schmerzhaften Prozedur gekürzt. Um sie ruhig zu halten leben sie in permanenter Dunkelheit bzw. bei stark eingeschränkter Beleuchtung. Dazu dürfensie aufgrund ihres anfälligen Gefieders nicht mit ihrem Kot in Berührung kommen, weshalb sich die Haltung auf Gitterboden durchgesetzt hat.

Tierärztliche Versorgung im Einzelfall findet nicht statt. Ist ein einzelnes Tier verletzt oder erkrankt, hat es Glück, wenn ihm das Genick gebrochen wird. In der Regel verdursten sie in der Nähe der Wassertränken. Gegen ansteckende Krankheiten werden die Tiere über das Trinkwasser mit Medikamenten versorgt. Dann jedoch auch die, die gar nicht erkrankt sind.

Videoprints Entenmast

Verfügbares DV-Videomaterial (Screenshots) zum Thema Entenmast. Es handelt sich um ca. 1,5 Stunden Rohmaterial aus verschiedenen deutschen Betrieben.
tote Mastenten im Mülleimer wenige Tage altes Pekingentenküken ein laufunfähiges Enteküken
ein laufunfähiges Enteküken der Tierschützer hat das Entenküken in der Hand das Küken hat seit langer Zeit nichts mehr essen und trinken können
das Entenküken wird gefüttert das Entenküken wird getränkt wenige Tage alte Pekingenten im Maststall
sechs Wochen alte Pekingenten in der Entenfarm je älter die Tiere werden, desto größer werden ihre gesundheitlichen Defizite Pekingenten
eine Mastente mit entzündetem Auge, wahrscheinlich durch die hohen Ammoniakwerte im Stall hervorgerufen eine auf dem Rücken liegende Pekingente, die aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen kann eine auf dem Rücken liegende Mastente, die aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen kann
eine auf dem Rücken liegende Pekingente, die aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen kann Pekingente mit völlig verdrecktem, ungepflegten Gefieder Pekingente mit Augenentzündung
diese Mastente kann das entzündete Auge nicht mehr öffnen Tierschützer bei einer sterbenden Mastente sterbende Pekingente
sterbende Pekingente Mastente mit Beinschwäche tierärztliche Versorgung findet nicht statt


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